Ferien auf Mauritius - die besten Ausflugsziele entdecken

Blick auf Le Morne Mauritius - Chamarel Viewpoint

Blick auf Le Morne Mauritius - Chamarel Viewpoint

Ferien auf Mauritius - Bel Ombre Entdecken

Bereits in Zürich buchte ich mir eine Unterkunft unweit des Flughafens, aber dennoch etwas ausserhalb der Stadt. Ohne Auto war das keine gute Entscheidung und auch dir kann ich raten, wenn ausserhalb, dann nur wenn du bereits einen Mietwagen am Flughafen mitgenommen hast. Die Unterkunft fand ich via Airbnb und sie liegt inmitten der Savanne mit Ausblick auf das strahlend blaue Meer.

Einen Ausflug an den Strand lohnt sich alle mal, allerdings gibt es sonst in Bel Ombre nicht zu viel zu sehen. Ich war sehr froh, auch des Autoproblems und vermehrt zunehmenden Blasen-an-den-Füssen Problems, dass ich vorab nur 3 Nächte im Voraus gebucht hatte. Ein paar Restaurants und Cafes am Strassenrand waren zu finden, ebenso wie kleine Hütten in der Nähe des Strands, die Street Food verkaufen. Die Männer, die gerade in ihrer Mittagspause steckten, schauten mich ein wenig verwundert an. Sie scheinen nur selten eine Alleinreisende Frau auf Mauritius zu sehen. Ich schenkte ihnen ein Lächeln und sie schenkten mir ein Lächeln zurück.

Ich entschied mich dazu, am nächsten Tag auf eine geführte Tour mit einem Fahrer zu gehen. Dieses buchte ich mir via Get your Guide und zahlte für eine Tagestour 156.45 CHF.

Ferien auf Mauritius - den Süd-Westen erleben

Den Süd-Westen Mauritius, erkundete ich mit einem Fahrer von Get your Guide auf einer 10-stündigen Tour. Ich hatte Glück, denn der Fahrer war pünktlich, super freundlich, sprach sehr gutes Englisch und da derzeit Nebensaison war und wenige Touristen vor Ort waren, war ich die einzige die die Tour buchte. Ich konnte mir also an jeder Stelle genug Zeit lassen und alles dokumentieren, so lang wie ich möchte. Ich verzichtete dabei auf eine oder zwei Sehenswürdigkeiten, aber das war es mir wert.

Grand Bassin Hindutempel

Zuerst brachte mich der Fahrer zum Grand Bassin und zu einem Hindu Tempel, bei dem ich gesegnet wurde. Jeder random Tourist wird dort übrigens gesegnet. Soll ich das gut finden? Wie können das Menschen mit einer anderen Religion vereinbaren? Dürfen die einfach von einem anderen gesegnet werden? Ich meine, ich bin Atheist, da gehts. Aber sollte so eine Segnung nicht etwas besonderes sein? Nachdem ich gesehen habe, dass jeder in dem Restaurant, in dem ich später hingebracht wurde, solch eine Segnung auf der Stirn trug, fand ich es schon nicht mehr so toll damit herumzulaufen. Ich fühlte mich auch gar nicht mehr so besonders, wie an der Stelle, als ich es erhalten habe.

Zwischen Ende Februar und Anfang März, also knapp 3-4 Wochen bevor ich nach Mauritius flog, feiern die Hindus das Maha-Shivaratree-Fest. Dort feiern mehr als 400.000 Gläubige und gehen auf Pilgerreise. Der Fahrer erklärt mir, dass die Strassen dann gesperrt werden, weil einfach so viele Menschen dort unterwegs sind und kein Auto mehr auf der Strassen fahren kann.

Das besondere am Grand Bassin ist, dass der Legende zufolge der See mit dem Ganges verbunden wurde und es bis heute ist. Shiva und Parvati flogen um die Welt, um die schönsten Ecken der Erde zu entdecken und stiessen auf Mauritius. Immer dabei trugen sie den Ganges zum Schutz, um die Welt vor Überschwemmungen zu schützen. Shiva verschüttete versehentlich Wasser des Ganges und ein Tropfen floss in einem Kraterloch zusammen. So entstand der Grand Bassin. Zwei Kilometer vor dem See befindet sich eine 33m grosse Statue von Shiva, die eher zu den neueren Bauwerken gehört, aber dennoch sehr imposant ist, wenn man direkt davor steht.

Schiffsmodellfabrik in Curepipe

Weiter ging die Fahrt in eine Fabrik, in der Boote aus Holz hergestellt werden - eine Schiffsmodellfabrik. Ich konnte den Arbeitern bei jedem Handgriff zuschauen und wurde am Ende der Tour in einen riesigen Verkaufsraum gebracht, wo ich zum Kauf aufgefordert wurde. Ich lehnte ab.

Black River Gorges National Park

Chamarel Wasserfall / Alexandra Falls

Der Eingang zum Park befindet sich auf der Strasse “7 Colored Earth Road, Chamarel, Mauritius”, von da aus geht es im Schritttempo von 20-30 km/h zum Parkplatz, welcher sich linkerhand der Strasse befindet. Meine Eintrittspreise zum Chamarel Wasserfall und der Siebenfarbigen Erde war bereits in der gebuchten Tour inklusive. Ein Erwachsener zahlt 250 Rupie, was etwa 7 CHF entsprechen. Von dort aus gibt es einen Weg, den du problemlos gehen kannst, denn er ist gut asphaltiert. Zwischendrin laden kleine Bänke und Tische zum Verweilen ein und auch die Allee ist eine willkommene Abkühlung bei 30 Grad Aussentemperatur.

Den Chamarel Wasserfall gibt es bereits am Ende des Weges, nach der Allee, zu sehen. Mit einem kleinen austretenden Plateau, kannst du den Wasserfall besonders gut beobachten. Um ein gutes Foto zu erhaschen, musst du manchmal warten, denn dieser Spot ist natürlich besonders bei Touristen sehr beliebt.

Wer einmal vor diesem Zwillings-Wasserfall stand, der weiss genau wovon ich rede! Gigantisch, wie die Massen an Wasser über die Felskante in 100m Tiefe fallen und sich dann zu einem Fluss bilden. Es gibt wohl auch einen Weg zum Fusse des Chamarel Wasserfalls, den du in 30-40 Minuten (mancher schreibt auch von 3 Stunden), je nach Kondition und Verhältnis, erreichen kannst. Plane genug Zeit ein für die Entdeckungstour zum Fusse des Wasserfalls, denn auch nach oben im hellen zu kommen, sollte dir unbedingt möglich sein.

Um noch weitere Wasserfälle zu entdecken, gibt es eine Aussichtsplattform aus Holz, die es dir erlaubt, über den Black River Gorges National Park zu schauen. Sogar die Küste der Südseite von Mauritius lässt sich von hier oben erspähen.

Siebenfarbige Erde

Den Weg weiter findest du einen weiteren Parkplatz, an dem du beim Eingangshäuschen erneut dein Ticket vorzeigen musst. Den Namen trägt diese Attraktion nicht für umsonst, denn das übrig gebliebene Lavagestein (keine Erde oder kein Sand) schimmert in den schönsten Farben. Von rötlich-braun, über blau, violett, lila, gelb bis hin zu blaugrün. Entstanden ist dies durch einen durch Witterung ausgelösten Prozess, der das Eisenoxid und Aluminiumoxid übrig lässt. Diese Oxide hinterlassen die glänzenden Farben und vermischen sich diese, entstehen die sieben Farben, woher die Attraktion auch ihren Namen hat.

In dem Gelände der Siebenfarbigen Erde befindet sich eine weitere, kleinere Attraktion - die Riesenschildkröten. Die Aldabra Schildkröten sind Landschildkröten und können schon mal bis zu 100 Jahre alt und 250 kg schwer werden. Etwas nicht so schönes musste ich von Touristen beobachten, die die Riesenschildkröten mit ihren künstlichen Fingernägeln, kratzend an der Mauer, herbeilocken wollten oder auf den Panzer klopften, um zu schauen, wie hart er ist oder um so dem Tier “Hallo” zu sagen. Bitte hört auf damit und beobachtet die Tiere! Euch soll ja auch keiner auf den Kopf hämmern oder? Geht mit Tieren so um, wie auch ihr behandelt werden wollt, oder eure Katze oder euer Hund zu Hause.

Chamarel Viewpoint

Kurz vor der Ortschaft Chamarel befindet sich ein traumhafter Aussichtspunkt über Le Morne. Parkplätze gibt es hier keine, dennoch kannst du gut mit dem Auto oder Bus stehenbleiben. Achte einfach darauf, dass du beim Aussteigen auf die vorbeifahrenden Verkehrsmittel achtest und dich nicht in Gefahr bringst. Auch Wasser und frisches Obst kannst du bei den Damen kaufen.

Ferien auf Mauritius - Albion

Albion liegt im Westen der Insel und gehört zum Distrikt Black River. Die kleine Stadt erkundete ich mit dem Fahrrad, welches ich bei meiner Unterkunft gratis nutzen durfte. So konnte ich mich bereits an den Linksverkehr gewöhnen, so lang wie ich auf das Auto wartete. In Albion gibt es kleine Street Food Stände, die aber bereits gegen 17 Uhr schliessen. Ich kaufte die leckersten Gâuteux Piment in einem Supermarkt in Strandnähe, wenn du aus Albion hinausfährst, befindet er sich links. Wer sich fragt was das ist - es sind kleine Chili-Kichererbsen-Kugeln und sehr bekannt auf Mauritius. Eine Delikatesse also und ein perfekter Snack für Zwischendrin.

Zudem gibt es einen Public Beach, welcher frei zugänglich und ohne Eintrittsgeld von jedem besucht werden darf. Ich schwang mich auf den alten Drahtesel eher in die Richtung eines Hotels, weil mir die Männer der Unterkunft geraten haben lieber bei Menschen zu liegen, weil es manchmal Diebe am Strand gibt. Gesagt. Getan! So tat ich mir das Fitnessprogramm und die laute Musik des 5* Clubhotels an und konnte irgendwann auch entspannen und das türkisfarbige Meer geniessen. Ich probierte es auch zu schnorcheln, allerdings fürchtete ich mich ein wenig das ich zu weit abtreibe und das niemand mitbekommt. Das sind allerdings meine persönlichen Ängste, die es gilt zu überwinden. Das Meer war ruhig und weiter draussen hätte ich wahrscheinlich ein wenig mehr gesehen, aber ich lies mich von meiner Angst leiten. Sehr schade.

Ich verbrachte insgesamt 10 Nächte in Albion und schlief auf einer super bequemen Luftmatratze. Ich hätte euch diesen tollen Backpacker Raum gern auf airbnb verlinkt, aber ich habe eben gesehen, dass Nicklas diese Unterkunft leider nicht mehr anbietet.

Als absolut fantastisches Ausflugsziel für Albion rate ich dir, den Leuchtturm in den Abendstunden zu entdecken. Der Weg dahin ist super ausgeschildert und du kannst mit dem Auto direkt davor parken. Ich bin mir nicht sicher, ob man dort noch hineindarf oder nicht. Ich jedenfalls bin ein wenig linkerhand auf den Felsen spazieren gegangen und habe den Sonnenuntergang beobachtet. Von hier aus kann man sogar den Le Pouche, den drittgrösste Berg Mauritius, sehen und in einer wunderbaren Abendstimmung fotografieren.

Ferien auf Mauritius - Casela World Of Adventures

250 Hektar voll mit Spass und Spannung - so wirbt der Park seine Gäste ins Casela World of Adventures an. Am Mittag lies ich mich von meinem Mitbewohner von der Airbnb Unterkunft zum Adventure Park fahren. Sehr imposant und Interesse weckend, wirkte bereits der Eingang zum Park auf mich. Ich entschied mich für ein einfaches Ticket für 800 Rupien (etwa 22 CHF). Die Kassiererin kreiselte mir auf meiner Karte ein, welche Abenteuer für mich gratis zum Nutzen sind.

Du kannst mit diesem Ticket auf Safari gehen und die Tiere in “freier Wildbahn” erleben, denn die Sträusse, Zebras, Impalas und Nashörner haben einen gigantischen Auslauf im Casela World of Adventures. Ein Streichelzoo, Giraffen füttern und streicheln, Vögel beobachten und eine Fahrt mit dem Tulawaka Gold Coaster ist inklusive.

Casela World of Adventures Mauritius Giraffen.jpg

Zuerst entschied ich mich zu den Vögeln in den Vogelpark zu gehen, denn dort sollen ganze 1500 Vögel von 150 verschiedenen Arten auf mich warten. Dort traf ich auf Papageien, Zwergpapageien, Halsbandsittiche und noch viele weitere, exotische Freiflieger. Eine Mitarbeiterin aus dem Park kam zu mir hinüber und wir unterhielten uns. Zuerst auf Englisch, bis wir beide feststellten, dass wir doch normal auf Deutsch fortführen können. Sie ist aus Österreich und fand hier eine schöne Stelle im Freien zum Arbeiten und geniesst nun das Leben auf Mauritius. Beneidenswert, oder?

So langsam überkam mich der Hunger und ich nahm Platz im Casela Restaurant. Dort bestellte ich mir Chicken Tika Masala und einen Kokosnuss Milkshake. Insgesamt zahlte ich für dieses deliziöse Mahl 500 Rupien, was umgerechnet etwa 13.70 CHF sind. Ein grosser Pfau kreuzte des öfteren meinen Weg und scheint viele Menschen mittlerweile gewohnt zu sein, denn er traute sich auch sehr nahe an die Tische und Menschengruppen heran.

Gestärkt und neuer Kräfte, folgte ich dem Weg zu dem Affengehege im Casela World of Adventures. Verlief mich einmal, weil ich falsch abgebogen war. Angekommen stelle ich fest, dass das Gehege etwas zu klein ist für alle Affen. Am Wasser begegnete ich dann noch Flamingos, die übrigens eigentlich weiss sind, aber durch das Fressen von roten Flusskrebsen ändern sie ihre Farbe zu "pink/rosa". Nicht alle Tiere hatten Lust sich um diese Zeit zu zeigen, so wie auch die beiden Nilpferde, die bei der Hitze lieber im Wasser blieben.

Ein Streichelzoo ist besonders für die kleinen Besucher ein tolles Erlebnis, um mit den Tieren in Kontakt zu kommen. Jedoch auch mit kritischen Augen zu beobachten, gerade bei den Riesenschildkröten sind die Erwachsenen diejenigen, die Nachhilfeunterricht bekommen sollten. Teilweise wird auf ihnen geritten, sich für ein Selfie angelehnt, auf den Panzer geklopft oder sie geärgert, dass sie den Kopf einziehen. Obwohl sogar Verbotsschilder darauf hinweisen, achten einige Besucher trotzdem nicht darauf.

Die grossen Katzen im Park darf man nur von weiter Entfernung bestaunen. Sie sind fett eingezäunt und ein teilweise doppelter Zaun versperrte die beste Sicht auf die Raubtiere. Jedoch kannst du dir ein Erlebnis im Casela World of Adventure kaufen und kleine Raubkatzen streicheln und mit ihnen spielen - ja sogar Fotos machen, die du danach kaufen kannst. Auch das finde ich, muss nicht sein. Grosse Holzaussichtstürme laden dann doch ein, bessere Sicht auf die Gehege zu bekommen.

Die Fahrt mit dem Tulawaka Gold Coaster blieb mir leider verwehrt, denn weil diese gerade erst neu aufgemacht hatte (Stand März 2018), gab es noch keine Schliessfächer für meinen Rucksack. Mit Rucksack durfte ich auch nicht drauf und auch keiner der umliegenden Läden oder Mitarbeiter wollte auf meinen Rucksack aufpassen. Das war das einzige Leid was ich erfuhr, als ich als Alleinreisende Frau unterwegs in Mauritius war.

Da der Park um 17 Uhr seine Tore schliesst, habe ich beschlossen an der letzten Safari Tour teilzunehmen, um noch weitere exotische Tiere vor meine Linse zu bekommen. Mit einem echten Safari Truck ging es los und es dauerte einen Moment, bis wir in die Gehege weit draussen gefahren sind. Weil es die letzten Tage geregnet hat, war der Weg voller Löcher und Schlamm, was die Fahrt sehr hucklig machte. Straussen, Impalas und verschiedenste Vögel waren bereits durch das laute Knattern des Safari Trucks auf uns aufmerksam geworden und verschwanden dann, um in Ruhe weiterzufressen. Zebras sah ich leider nicht auf meiner Tour.

Die Tour dauerte etwa eine Stunde und ein anderer Bus brachte mich sogar direkt zum Eingang bzw. Ausgang des Casela World of Adventure. Gerade richtig, denn der Park schloss bereits in 15 Minuten seine Türen. Ein wenig durchgeschüttelt, entschied ich mich noch in das 4D Cinema zu gehen. Noch durchgeschüttelter und ein wenig übel, kam ich nach 5 Minuten wieder heraus. Wer da rein geht, sollte mit Schütteln und Rütteln rechnen - vergleichbar mit einer kleinen Achterbahn. Noch schnell meinen Fahrer mit dem gratis WLAN kontaktiert, ging es nach anstrengenden 5 Stunden zurück zur Unterkunft.

Ferien auf Mauritius - Port Louis

ein Ausflugsziel auf Mauritius, dass du nicht verpassen solltest

Die Hauptstadt von Mauritius wollte ich natürlich unbedingt besuchen und kennenlernen. Deshalb fuhr ich von Albion nach Port Louis mit dem Bus – ganz local like. Ich hatte Glück, denn ich musste an der Bushaltestelle in Albion nur 10 Minuten warten. Es kann durchaus mal passieren, dass man bis zu einer Stunde auf den richtigen Bus warten muss, da es keine Fahrpläne gibt. Die Fahrt dauert etwas eine Stunde und kostete mich nur 30 MUR, was umgerechnet gerade einmal 0.80 CHF sind. Kassiert wird im übrigen im Bus beim Kontrolleur. Der Zustieg an offizielle Haltestellen oder von unterwegs am Strassenrand ist jederzeit möglich. Der Bus ist zwar geschlossen, aber dennoch durch das tropische Klima ohne Fenster. Lediglich Stangen zeigen, wo sonst ein Fenster hingehört. Durch das ständige Anhalten und Fahren, ist die Fahrt lustig rucklig. Zusteigende schauen dich mit einem Lächeln an und die Bustür kracht beim Anfahren und Bremsen. Allein die Erfahrung ist es allemal wert, die lange Strecke auf sich zu nehmen.

In Port Louis angekommen, merkt man gleich, dass es sich um eine grössere Stadt handeln muss. Viel Verkehr, viele Menschen, viel gehupe, viel wärmer und viele verschiedene Gerüche, inklusive der Abgassgerüche. Dabei hat die Stadt gerade einmal etwa 170.000 Einwohner, viel kleiner als Zürich, aber auch auf einer viel kleineren Fläche gelegen. Ich stieg bereits ein paar Haltestellen vor der Endhaltestelle des grossen Busbahnhof aus, weil ich mich dort mit einem Local getroffen habe, der mir die Stadt zeigte.

Central Market

Zuerst besuchten wir den sehr bekannten Markt von Port Louis, den Central Market. Der Markt bietet für alle Gelegenheiten etwas zu kaufen. Ganz unten gibt es frisches Gemüse und Obst, selbstgepresste Säfte und der Duft von Safran und anderen Gewürzen hängt mir in der Nase. Auf den oberen Stockwerken gibt es Kleidung, Handtaschen, unterschiedlichste Teesorten und Souvenirs für Touristen. Natürlich immer mit einem scharfen Blicken der Verkäufer auf mich, etwas zu verkaufen. Wusstest Du, dass der Markt unter Denkmalschutz steht?

Auf dem Weg zur Zitadelle “Fort Adelaide", um einen aussergewöhnlichen Blick über Port Louis zu erhaschen, erinnere ich mich noch gut an den Weg dorthin, denn die Gassen in der Stadt sind mit wunderschönen Kolonialhäusern gebaut. Unten befindet sich meist ein Laden und oben wohnen die Menschen – so die Idee. Oftmals sah ich, dass viele Häuser unbewohnt waren, weil es einfach viel zu teuer geworden ist in der Innenstadt zu wohnen. Deshalb haben sich viele Familien an den Randgebieten angesiedelt, wo der Wohnraum einfach viel günstiger ist. Ein Phänomen, was in jeder grossen Stadt zu beobachten ist.

Zitadelle “Fort Adelaide”

Die Zitadelle von Port Louis befindet sich in der Sebastopol St., sie wurde 1834 von den Engländern errichtet und ist gut zu Fuss oder auch mit dem Auto zu erreichen. Von oben hat man wirklich einen tollen Weitblick bis zum Hafen, du kannst direkt auf die Pferderennbahn schauen und kannst die vielen Ecken der Stadt überblicken. Die Fort Adelaide kannst du zu jeder Zeit besichtigen und der Eintritt ist frei.

Photography Museum- Musée de la Photographie

Zum Photography Museum schaffte ich es zwar, aber leider war ich zu spät und das Museum bereits geschlossen. Deshalb kann ich dir nichts weiter darüber erzählen, als die Öffnungszeiten und den Eintrittspreis. Geöffnet hat das Fotografie-Museum in Port Louis von Montag - Freitag von 10:00 Uhr - 15:00 Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen umgerechnet 8 CHF für den Besuch. Angeblich beherbergt das Museum Kunstwerke und Equipment aus dem späten 19. Jhdt. und den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Ab dem Nachmittag setzte dann der Regen ein. Und zwar so viel und heftig, dass es unmöglich war, sich frei in der Stadt zu bewegen, ohne bis auf die Unterhose nass zu werden. Deshalb entschieden wir uns es in einem Café gemütlich zu machen und ein Stück Kuchen und einen leckeren Kaffee zu geniessen. Mit Blick auf den Hafen und das Peitschen des Regens im Nacken, war es doch angenehm etwas über die Nation und das Land von einem Einheimischen kennenzulernen.

Company Garden

Als Ausflugsziel in Port Louis, solltest du unbedingt halt im Company Garden einlegen. Dieser wurde bereits 1899 von einer Ostindienkompanie angelegt und diente zuerst als Friedhof und war dann ein öffentlicher Markt. Denn auch wenn die Hauptstadt sehr hektisch, laut und wild wirkt, kannst du dir hier einen Moment der Ruhe gönnen. Geschmückt mit wunderbaren Büsten und Statuen von berühmten Mauritiern, wie Remy Ollier, einem Rechtsanwalt und Politiker, Léoville l’Homme, einem Schriftsteller, Dichter und Journalisten und Père Lavals, der sich für Gleichberechtigung der kreolischen Bevölkerung einsetzte.

Vor der Sonne und der Hitze schützen dich ein Banyanbaum (Würgefeige), Flamboyants und Flaschenpalmen. Einen Ausflug in der Nacht zum Company Garden solltest du allerdings vermeiden. Dann zeigt sich die Schattenseite des doch sonst so schönen Ortes. Prostituierte und Drogendealer schleichen in dem Park umher.

Tahir brachte mich, nach dem Dauerregen, zum Busbahnhof – worüber ich sehr froh war, denn ich wäre absolut hilflos gewesen. Hunderte Busse starteten dort und viele Menschen die gerade fertig waren mit arbeiten und Kinder die aus der Schule kommen, warteten gemeinsam auf die Heimfahrt. Der grosse Regen brachte auch riesige Pfützen mit sich und teilweise stand der Bahnhof komplett unter Wasser. Und dann, nach etwa 20 Minuten, kam dann auch ein Bus der zurück nach Albion fuhr. Ich weiss nicht genau ob der Kontrolleur scheu hatte mich abzukassieren oder vielleicht kein Englisch konnte, um mir ein Ticket zu verkaufen. Jedenfalls fuhr ich dann gratis zurück.

Ferien auf Mauritius - Pamplemousses - Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden

Ausflugsziele auf Mauritius - Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden - Eingang

Ausflugsziele auf Mauritius - Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden - Eingang

Gleich vornweg, ich habe es nicht geschafft den ganzen Garten zu sehen. Die vielen kleinen Parallelstrassen und das weitliegende Parkgelände machten dies unmöglich, wenn du dir nicht den ganzen Tag dafür einplanst. Der Garten erstreckt sich über ein 37.5 Hektar grosses Areal und ist bestückt mit verschiedenster Flora und Fauna. Bereits zur französischen Besetzung 1736, beschloss der französische Govaneur Mahe de Labourdonnais sein Wohnhaus in die Nähe des Eingangs des Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden zu bauen.

Pierre Poivre, der Schöpfer des Botanical Garden, brachte tropische Gemüse, Früchte, Blumen und Gewürze aus der ganzen Welt mit nach Pamplemousses. Er musste vorsichtig sein, denn die Holländer wachten eifersüchtig über Nachahmer und Konkurrenten, die diese in Europa verkaufen können. Die Gewürze galten damals als grünes Gold. Poivres Begeisterung zahlte sich aus, denn wenige Jahrzehnte später hatte sich der Ruhm des Gartens in den Königshofen Europas herumgesprochen und sie kauften Zierpflanzen nur noch aus Mauritius ein. Heute sind die Mauritier stolz sagen zu können, dass sie einen der ältesten botanischen Garten auf der südlichen Hemisphere führen. Bis heute werden von hier Samen und Pflanzen in die ganze Welt beliefert.

Verschiedenste und seltene Pflanzen wurden nach Mauritius gebracht, hier angepflanzt und gezüchtet. Ein spezieller Bereich im Botanischen Garten ist nur für die Anzucht von Pflanzen für den medizinischen Gebrauch zu Hause, Gewürzen und Orchideen gewidmet. 80 verschiedene Arten Palmen findest du hier, besonders die Talipot Palme ist eine besondere. Sie kann bis zu 25 m hoch werden und die Blätter können eine Durchmesser von 5 Metern bekommen. Nur alle vier bis fünf Jahrzehnte blüht die Palme. Die Blüten sehen aus wie gelbe, weiche und super flauschige Federn, in denen man sich gern betten möchte. Manche Leute fliegen sogar nach Mauritius, um das Spektakel der Blühzeit einmal in ihrem Leben mitzubekommen. Der Blütenstand kann bis zu 8 Meter hoch werden und über 1 Million Blüten entwickeln.

Dir werden auf dem Weg durch den Pamplemousses Botanical Garden sicher die riesigen Wasserlilien auffallen, denn sie sehen aus, als könne man einfach von einer Seite zur anderen Laufen und die Blätter bilden dabei deine Wegplatten. Im Norden des Parks befindet sich das Chateau de Mon Plaisir, welches 1823 erbaut wurde. Heute steht es unter Denkmalschutz und ein Museum zu Ehren des Sir Seewoosagur Ramgoolam, der Vater der Nation, wurde geschaffen.

Der Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden - oder kurz SSR Botanical Garden - hat jeden Tag von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Auch an Sonn- und Feiertagen. Du kannst auf Wunsch auch einen Guide für deinen Besuch, der dir alles rund um den Botanischen Garten erklären kann. Der Eintritt in den Garten kostet dich 200 MUR (5.45 CHF).

Ferien auf Mauritius - Cap Malheureux & Grand baie

Einen Tagesausflug in den Norden begann ich direkt am Morgen, nachdem mein innerer Wecker mich erwachen lies. Ich rede hier von etwa 8:30 Uhr. Natürlich habe ich mir am Abend davor bereits einen Ort zum Frühstücken herausgesucht, welcher auf dem Weg zum Grand Baie Zentrum liegt. Es ist das eatwithfingers und wird geführt von Geraldine & Michael, die den veganen Lifestyle zu ihrem Leben gemacht haben. Nicht nur ein reichhaltiges, süsses Frühstücksangebot bekommst du hier, sondern auch leckeres, herzhaftes Mittagessen, frische Smoothies und köstlichen Kaffee. Alles natürlich 100% vegan.

Während meiner viel zu grossen Portion Frühstück mit Pancakes, Smoothie, Kaffee und einem Schokoladen Muffin, began es draussen ein wenig zu regnen. Ich entschied mich aber trotzdem in das Stadtzentrum zu fahren und mir Grand Baie anzuschauen. Meiner Meinung nach, muss das nicht unbedingt sein. Viele Touristen, Händler, europäische Restaurants und Bars laden halten mich eher davon ab zu bleiben. Nicht einmal der öffentliche Strand von Péreybère hat mich zum entspannen, baden oder sonnen angesprochen. Denn das doch so türkisfarbeige Meer, war nicht mehr als ein Foto wert.

So entschied ich mich ein paar Bilder zur Erinnerung vom Strand zu machen und fuhr weiter in Richtung Cap Malheureux. Auf dem Weg musste ich aber unbedingt noch einmal anhalten, denn ich möchte doch bunte Korallen und Fische sehen. Laut meinem Reiseführer, soll sich in Bain Boef ein schöner Strand zum schnorcheln befinden. Davor findest du einen grosszügigen, kostenfreien Parkplatz. Nur 3 Menschen inklusive mir waren heute an diesem Strand zu finden. Ein Angler, ein Mann der Schnorchelt und ich. Gerade als ich mich dazu entschlossen hatte meine Schnorchelbrille und Flossen anzuziehen, zog ein Sturm auf und es fing ganz plötzlich an zu regnen. Schnell zog ich mir mein Handtuch um, die Flossen aus und ging so schnell wie möglich zum Auto. Dort angekommen fing es an richtig an zu schauern. Das war es dann wohl mit meinem Schnorchelausflug. Ich wartete bis der Regen sich ein wenig beruhigte und fuhr dann weiter in Richtung Cap Malheureux. Dennoch möchte ich dir den Strand von Bain Boef unbedingt als Ausflugsziel nennen, denn dieser soll einer der ruhigeren und weniger besuchten Public Beaches von Mauritius sein.

Kapelle in Cap Malheureux - Notre Dame Ausxiliatrice

Kapelle in Cap Malheureux - Notre Dame Ausxiliatrice

Wenn du bereits nach Ausflugszielen für Mauritius gesucht hast, dann bist du sicher schon einmal über die Kirche, ganz im Norden der Insel, mit dem roten Dach gestossen! In dieser kleinen Kapelle “Notre Dame Auxiliatrice” kann sogar geheiratet werden. Ein Traum, oder?

Die Notre Dame Auxiliatrice steht im Dorf Cap Malheureux, welches auch gleichzeitig der Name des Nordens ist. Dieser wird als Unglückskap oder als Kap der Unglücklichen bezeichnet, weil wohl im Jahre 1810 die Engländer an Land gegangen sind und die Kolonie für sich erobert haben. Andere wiederum sagen, der Name komme von früheren Zeiten, als die Region besonders arm gewesen ist und somit die Leute auch unglücklich gewesen sein sollen. Die berühmteste aller Geschichten, die sich die Leute über den Namen des Nordens erzählen ist, dass vor der Küste das Schiff “St. Géran” während eines Sturms gesunken sei. Der Leichnam der Jungfrau Virgine aus dem Roman von Jacques-Henri Bernardi - “Paul et Virginie”, soll hier an das Ufer gespült wurden sein.

In der Kirche selbst stehen Holzbänke für Prediger bereit. Vor der Kirche lassen sich noch wunderbare Fotos mit den kleinen Buden ringsherum schiessen. Gerade die pastellfarben und die grünen Blätter geben eine wunderschönen Kontrast her. Als ich dort war, scheint gerade Ebbe gewesen zu sein, denn die schwarzen Steine ragten aus dem dunkelblau, türkisen Wasser hervor. Falls dies immer so sein sollte, dann schreib mir das doch bitte in die Kommentare. Die hervorstehende Insel “Coin de Mire” kannst du von hier sehr gut sehen und sogar mit einem Katamaran von Land gehen, der dich zu den schönsten Schnorchelspots rund um die kleine Insel bringt. Abfahrt ist täglich ab 9 Uhr an der Kirche und kostet für einen Tag, bis 16 Uhr, etwa 100 CHF pro Person.



Was sind deine liebsten Ausflugsziele auf Mauritius? Wie verbringst du deine Ferien auf der Insel? Schreib es mir gern in die Kommentare.