Ganz im Süden von Lombok: Mein Übernachtungstipp inklusive Erlebnisfahrt

Indonesien Lombok

Sehr früh am Morgen ging es für mich weiter in Richtung Padang Bai; der Fahrer holte mich pünktlich ab und brachte mich sicher zum Pier. Die Fahrt von der Unterkunft dahin dauerte 1.5 Stunden, war sehr holprig, aber ich konnte noch ein wenig schlafen. Das Speedboat brachte mich dann ganz hoch in den Norden von Lombok, weshalb ich noch ein Taxi buchen musste, um in den Süden zu gelangen. Ich habe auf dem Boot zwei junge Schweizerinnen kennengelernt, die auch in den Süden wollten - deshalb teilten wir uns eins.

Die beiden stiegen dann unterwegs doch aus, weil sie nach Kuta wollten, ich aber nach Lembar, im Süd-Westen der Insel. Wir hatten den wohl ältesten Taxifahrer, der ungefähr 2-3 Wörter Englisch sprach. Ich hatte schon im Gefühl, dass er nicht genau wusste, wo ich hin möchte. Ich wusste bereits bei der Buchung, dass der Weg zum Bungalow nicht so einfach zu finden ist, aber das es so ein Abenteuer sein wird, das hatte ich nicht gedacht.

Nachdem die beiden ausgestiegen sind, fragte ich den alten Herren mehrmals ob er weiss wo mein Zielort wäre - er sicherte mir immer mit einem dicken Nicker immer wieder zu, er wisse den Weg. Die Indonesier sind ein freundliches Volk und sagen niemals “Nein”. Nachdem er mich bei jedem Hotel, an dem wir vorbei fuhren, gefragt hatte ob es meins ist, wusste ich, die Fahrt wird so schnell auch nicht vorbei sein. Immer weiter und tiefer in die Ortschaften, versuchte ich dann mit dem Handy des alten Mannes die Gesellschaft anzurufen, die bei Booking.com* angegeben wurde - die sitzen aber auf Bali und sind dort gar nicht vor Ort. Die Frau schickte mir dann eine Nummer vom Besitzer, der auch sehr schlecht Englisch sprach, aber irgendwie konnte der dem alten Mann den Weg zum Resort erklären.

Freude kam auf - jedoch wenige Minuten später wusste der alte Mann nicht mehr wo er hinfahren soll. Also fragte er sich bei den Locals durch und fuhr dann irgendwann eine Strasse rein, die keine wirkliche Strasse war - Löcher so tief, dass sie mir zu den Waden reichen und wir fuhren da mit dem Auto durch.

Dann ein Licht von vorn, ein Roller - es ist vorbei - er kam zu uns ans Auto und sagte meinen Namen "ufff"; Endlich angekommen am Gipsy Beach Bungalow*.

Indonesien Gypsy Beach Bungalow Lombok
Indonesien Lombok Relax
Indonesien Restaurant Lombok

Nach dieser aufregenden Fahrt zum Resort, entschied ich - nach vielen Stunden Hunger - endlich was zu essen. Im angrenzenden Resort gab es eine super leckere Küche und sehr freundliches Personal. Ich bestellte mir Mie Goreng und einen Cocktail und fiel dann einfach nur noch ins Bett. So viel Ruhe war ich nicht mehr gewohnt, denn in Zürich lebte ich direkt an einer Hauptstrasse, die sehr laut ist. Ich schlief wie ein Stein und wachte am nächsten Tag auf, als bereits die Sonne auf mich wartete. Zum Frühstück gab es ein Omelett und einen Kaffee. 

Da ich im absoluten Schnorchelparadies war, ging ich direkt nach dem Frühstück ins Wasser mit meinem Schnorchelset - doch es ist zu klein! Was nun? Na gut, buche ich mir eben eine Local, der mich dann bis nach Mataram fuhr, um mit mir ein super gutes Set zu kaufen. In Indonesien ist es üblich sich einen Fahrer zu buchen, wie ich euch bereits in meinem ersten Beitrag auf Bali erzählt habe.

Unterwegs erzählte er mir viel über Land und Leute, er sprach super gutes Englisch, weil er, so wie er mir sagte, ein paar Monate auf Java für Coca Cola arbeitete. Zum Schluss hielten wir noch in einem Warung, das ist bedeutet Restaurant auf indonesisch. Dort sah mich der kleine Junge von Nebenan und sagte zu mir "MONEY MONEY" und streckte seine Hand nach mir aus - das werde ich nie vergessen. Und dann probierte ich auch noch Hähnchenherzen - das erste und einzige Mal!

Am zweiten Tag begann mein Tag wie immer mit Omelett, verschiedenem Gemüse und einem Kaffee. Heute passierte nicht viel, nur liegen, lesen, entspannen und schnorcheln. Das war ein toller Tag. Am Abend gab es dann Billard mit den Locals und Weisswein - und den wohl schönsten Sonnenuntergang, der auch aus einem Katalog sein könnte.